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Vogelhaltung


Auf diesen Seiten möchten wir "unsere" Haltung genauer anschauen.

Nebst dem grossen Interesse, das wir für Meerschweinchen und Kaninchen haben, begeistern uns auch seit längerem wieder Vögel. Durch lesen guter Vogelbücher und Internetseiten, aber auch durch viele eigene Beobachtungen und Erfahrungen mit unseren Vögeln, haben wir auch einiges an Wissen sammeln können. In vielen Berichten wird aber meist nur sehr viel über die Vogelart (Herkunft, Brut etc.) beschrieben, leider aber nicht viel über eine gute Vogelhaltung. Auf diese möchten wir gerne etwas näher eingehen. Auch auf die Einrichtung der Voliere und die Pflege. Wir hoffen, dass auch etwas für Sie dabei ist und wünschen viel Vergnügen!

Wir halten zusammen in der Aussenvoliere: Wellensittiche, Nymphensittiche und Bourksittiche. In der Innenvoliere /2te Aussenvoliere: Kanarienvögel und Zebrafinken. (Im Sommer dürfen aber alle in die zweite Aussenvoliere. Die älteren Kanarien und Zebrafinken ziehen aber im Herbst wieder ins Hausinnere.) Diesen Vogelarten möchte ich diese Seiten widmen.

Auffang - Vermittlung

Manchmal nehmen wir auch Vögel bei uns auf, vermitteln sie weiter oder sie dürfen für immer bei uns bleiben. Fragen Sie uns direkt an.


Beim Wettbewerb des Bundesamtes für Veterinärwesen und Coop haben wir den stolzen dritten Platz erreicht bei der Aussenhaltung. Mit der Innenhaltung wurden wir auch prämiert, es gab jedoch keine Rangliste.


Artgerechte Vogelhaltung

Falls man überhaupt bei Vögeln von artgerechter Haltung sprechen kann, dann wenn die Tiere ihre natürlichen Verhaltensweisen möglichst uneingeschränkt ausleben können.


Dazu gehören Bedürfnisse wie:

  • das Sozialverhalten:

Die meisten Vogelarten leben Paarweise oder im Schwarm. Nie darf ein Vogel einzeln gehalten werden. (Nach Tierschutzgesetz von 1.9.08 verboten!) Ein einzelner Vogel verkümmert und für mich ist das Tierqäulerei. Sie brauchen den sozialen Kontakt zu ihres Gleichen. Also von jeder Art mindestens 2 Vögel. Da reicht es aber nicht aus z.B.einen Wellensittich und einen Nymphensittich zusammen zu halten. Obwohl beides Sittiche sind, vermissen sie einen Partner der gleichen Art.


  • der Lebensraum

Das Grösste für die meisten Vögel ist sicher das Fliegen. Deshalb sollte eine Unterkunft nicht zu klein sein. Wir schliessen uns nicht den Meinungen über die mindest Grössen an, sondern finden, dass auch für den kleinsten Vogel eine Voliere von mindestens L 200 x B 100 x H ca. 200 cm sein sollte.

Für grössere Sittiche wie dem der Nymphensittiche können die Bedürfnisse bei dieser Volierengrösse nicht erfüllt werden. Auch wenn der Vorsatz des täglichen Freifluges über mehrere Stunden vorhanden ist, wird er doch meist nicht über lange Zeit praktiziert. Deshalb lieber von Anfang an eine grosse Voliere anschaffen oder sonst lieber auf eine Vogelhaltung verzichten!

                                                                                                                               In dieser Voliere haben doch einige Vögel Platz und können ihren natürlichen Gepflogenheiten nachgehen.


Die Gestaltung der Voliere kann auch an den Lebensraum bei den Wildformen angepasst werden. Wichtig ist auf jedenfall, dass mit viel Naturmaterialien gearbeitet wird, also z.B. keine Sitzstangen aus Plastik. Die Gestaltung der Voliere wird aber später noch genauer beschrieben.


  • die Nahrung

Die obgenannten Vögel leben in freier Natur meist von Sämereien, die oft vom Boden aufgenommen werden. Gute Körnermischungen gibt es bei uns in jedem guten Fachgeschäft zu kaufen. Eine gute Qualität erkennt man daran, dass sie glänzend, glatt und sauber ist.

Das Frischfutter (Kräuter, Gräser, Gemüse, Obst) darf auch auf keinem Speiseplan der Vögel fehlen. Alle Vögel lieben es und sollte täglich angeboten werden.

Auch frische Zweige von unbehandelten Bäumen, die mit Blättern oder Knospen angeboten werden, sind Leckerbissen für die Vögel.


  • das Licht

Wie für alle Lebewesen, ist das Licht auch für Vögel enorm wichtig. Für Vögel in Innenhaltung ist es deshalb wichtig, dass Licht in natürlicher Form, als auch in künstlicher Form zugeführt wird.

Die natürliche Zuführung erfolgt durch die Sonne. Niemals sollte die Sonne aber direkt in die Voliere scheinen. Es müssen immer Schattenplätze vorhanden sein. Das Sonnenlicht spendet  das Lebensnotwendige Vitamin D, das Vögel selber nicht produzieren können. Es wäre deshalb gut, wenn die Sonne seitlich in die Voliere scheint. So kann man auch oft das Fenster offen lassen, damit ist auch für die Frischluftversorgung gesorgt. Diese ist nämlich auch sehr, sehr wichtig.

In dunkleren Zimmern oder in der düsteren Frühlings- und Herbstzeit muss aber auch immer genügend Licht für die Vögel vorhanden sein. Dies kann man einfach mit Lampen zufügen. Dabei ist vorallem darauf zu achten, dass die Lampen - falls in der Voliere angebracht - nicht heiss werden und keine Verletzungsgefahr für die Vögel bietet. Auch bei Lampen, die aussen an der Voliere angebracht sind, muss darauf geachtet werden, dass sie nicht heiss werden.

Bei Aussenvolieren ist der Vitamin D Gehalt sicher kein Problem. Jedoch ist auch hier darauf zu achten, dass genügend Schatten- und Schutzplätze zur Verfügung stehen.


Die Anschaffung von Vögeln

Einige Punkte sollten vor dem Kauf eines Vogels dringend bedacht werden:

1.Vögel können sehr alt werden.
2.Können wirklich mehrere Vögel angeschafft werden?
3.Alle Vögel müssen fliegen können und benötigen eine sehr grosse Voliere,
die Kosten dafür können sehr hoch sein.
4.Stören die Mauserfedern, die leeren Sämereien auch nach Jahren noch nicht, wegen denen
man öfters putzen muss?
5.Was macht man in den Ferien mit den Vögeln?
6.Ist die tägliche Pflege und Verantwortung gewährleistet?
7. Hat niemand, im gleichen Haushalt lebend, eine Allergie?
8.Sind alle mit der Vogelhaltung einversanden?
9.Sind die Kosten für Futter, Zubehör, Tierarzt etc. berücksichtigt?
10.Stört man sich auch nach Jahren noch nicht an dem Gesang oder Gezwitscher der Vögel?
11.Bei Aussenhaltung: stören sich die Nachbarn nicht an den Tieren?
12.Ist man bereit, über Jahre hinweg viele Stunden mit Pflegen und Putzen aufzuwenden?

Sind all diese aufgezählten Punkte kein Problem, sollte einer Anschaffung von Vögeln nichts mehr im Wege stehen. Bei einem guten Züchter erhält man eine Auswahl an verschiedenen Arten und kann sicher noch viele Fragen über Haltung und Ernährung erläutern. Auch in guten Tierheimen wird man Sie sicher gerne beraten und ein einsamer Vogel würde in einer Gruppe wieder glücklich werden. Von grossen Tiermärkten rate ich ab, aber an einer seriösen Vogelausstellung wird man sicherlich auch gut beraten.

Lassen Sie sich aber beim Kauf Zeit. Beobachten Sie die Vögel genau. Ein guter Züchter sollte sich die Zeit für Sie nehmen und geduldig und kompetent Ihre Fragen beantworten. Besuchen Sie eventuell mehrere Züchter und vergleichen Sie.

Folgendes ist zu beachten:

  • Sind Füsse, Nase und Schnabel frei von Verkrustungen?
  • Ist das Gefieder gepflegt oder hat es kahle Stellen?
  • Ist der Vogel aktiv oder sitzt er teilnahmslos im Käfig?
  • Ist die Unterbringung sauber und steht genug Futter und Wasser zur Verfügung?
  • Hält sich der Vogel mit beiden Füssen fest beim landen oder hinkt er?
  • Sind die Augen leuchtend?

Am Morgen sind die Vögel am aktivsten und lassen sich deshalb dann sehr gut beobachten. Zu hause sollte das Vogelheim schon fertig eingerichtet sein, damit der Vogel sich mit wenig Stress einleben kann. Für den Transport eine spezielle Transportschachtel benutzen. Die Verletzungsgefahr in einem Käfig ist viel zu gross.




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