Die Grundernährung besteht bei unseren Vögeln aus Sämereien. Fertige, gute Körnermischungen gibt es in jedem guten Fachgeschäft zu kaufen. Eine gute Qualität erkennt man daran, dass sie glänzend, glatt und sauber ist.
Es ist sehr wichtig, dass die Qualität geprüft ist, denn verschimmeltes oder von Schädlingen befallenes Futter kann zu schweren Verdauungsstörungen und Krankheiten führen. (Lungen- oder Leberschäden). Die Sämereien kann man auch selber mischen. Es ist aber darauf zu achten, dass von jeder Samenart die richtige Menge dazugemischt wird. Einzelne Vogelarten unterscheiden sich da sehr.
Was auch ein wichtiges Nahrungsmittel ist, ist das Keimfutter. Auch hier gibt es spezielle Mischungen oder man nimmt die alltägliche Körnermischung. Bei der alltäglichen Körnermischung ist darauf zu achten, dass z.B. Negersaat schnell Schimmel ansetzt. Zur Keimung kann man beliebige Schalen nehmen oder spezielle Keimautomaten. Innert ca. 3 Tagen haben die Samen gekeimt und können - nachdem sie mit Wasser abgespühlt wurden - verfüttert werden. Das nicht gefressene Keimfutter sollte nach einigen Stunden wieder entfernt werden. 2-3 mal in der Woche geniessen so die Vögel ein sehr hochwertiges Vitaminfutter, denn die Vitamine werden viel besser freigesetzt, wenn die Körner gekeimt haben, als wenn die Samen trocken angeboten werden.
Viele Vögel mögen auch Frischfutter.Das kann aus frischen Kräutern, Blättern und Gräsern bestehen. Beim Sammeln sollte jedoch streng darauf geachtet werden, dass alle Pflanzen frei von chemischen Spritzmitteln sind. Auch Früchte und Gemüse sollten vor Verabreichung gewaschen werden.
Apfel, Birne, Traube, Pfirsich, Aprikose, Mandarine, Orange, Melone, Brombeere, Himbeere, Kirsche, Eberesche, Feuerdorn. (Schalenfrüchte nur ohne Schale anbieten, da diese meist sehr gespritzt sind).
Die Frischfutterreste von Gemüse und Obst sollten nach einem Tag entfernt werden!
Zweige:
Frisch vom ungepritzten Baum mit Blättern und Knospen, sind dies Leckerbissen für alle Vögel:
Kolbenhirse sollte auch regelmässig angeboten werden. Sie werden allgemein geliebt. Diese darf man ruhig hängen lassen, bis sie völlig abgeknabbert sind. Jedoch sollten sie nicht täglich angeboten werden oder sie müssen von der täglichen Futtermenge abgezogen werden.
In der Mauser, Brutzeit, bei Hitze und Kälte oder Stresszeiten, sollte besonders auf einen guten Vitaminhaushalt geachtet werden. Es sollten aber sowieso regelmässig Vitaminpräperate ins Trinkwasser oder übers Futter angeboten werden, falls die Vögel wenig Frischfutter zu sich nehmen. Man sollte aber darauf achten, dass nicht alle Vögel Vitaminzusätze gerne im Wasser haben. Die Präperate bezieht man beim Tierarzt oder in einem Zoofachgeschäft. Die Dosiervorschriften des Herstellers sollten aber immer eingehalten werden.
Calcium, Phosphor, Kalium und vieles andere, holen sich die Vögel aus Sepiaschalen, Grit, gekochten-zerriebenen Eierschalen, Mineralsteinen, Grit, Sand und Erde. All dies wird ihnen ständig angeboten. Es sollte immer sauber sein und keines davon darf in einem guten Vogelheim fehlen!
Hartgekochte Eier, Quark, Weichfutter (Zoofachhandel) sollten auch angeboten werden. Aber ich empfehle dies nicht zu oft, da es dickmacher sind. 1-2 mal wöchentlich ist Sinnvoll.
Das Trinkwasser muss täglich erneuert werden. Ist die Wasserqualität gut, kann man bedenkenlos Leitungswasser anbieten. Um den Chlorgehalt zu mindern, lässt man das Wasser etwas abstehen. Ist die Leitungswasserqualität sehr schlecht, sollte auf kohlensäurefreies Mineralwasser ausgewichen werden. Es ist sehr wichtig, dass das Trinkwasser nicht durch Kot verschmutzt wird und die Behälter jeden Tag mit Bürste und heissem Wasser gereinigt werden.
Strengstens verboten sind alle gewürzten Lebensmittel, Salziges, Wurst, Käse, Fette aller Art, Süssigkeiten, Alkohol und Kaffee. Falls ein Vogel mal ein Stück einer Nudel oder eines Brotes erwischt, ist dies aber nicht tragisch.
Alle Vögel pflegen das Gefieder, den Schnabel, die Füsse und Beine normalerweise selber. Es ist aber unsere Aufgabe die Voliere sauber zu halten, damit sich keine Krankheitskeime oder Parasiten einnisten.
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Badegelegenheiten und Wasserspender mit heissem Wasser und einer Bürste gut säubern, ab und zu etwas Essig ins Wasser tun
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Futterreste -auch die leeren Hülsen- entfernen und die Futterschalen waschen, trocknen und neu auffüllen
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grobe Verschmutzungen wie Kot und Futterflecken von den Sitzstangen entfernen
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Vögel beobachten
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Sitzstangen, Äste, Gitterstangen, Bodenbelag und Pflanzen säubern
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Ist noch genug Grit, Sepiaschale, Mineralstein vorhanden?
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Hirsekolben anbieten
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Kraft- und Keimfutter anbieten
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Naturäste austauschen
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Bodenbelag grosszügig erneuern, je nach Volierengrösse ganz
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Kontrolle der Vögel (Krallen, Gefieder, Schnabel, Kloake), dazu muss er Vogel aber nicht eingefangen werden, gutes beobachten genügt. Falls nötig richtig handeln (Krallen selber schneiden, evtl. Tierarzt aufsuchen)
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Kontrolle der Voliere; hat es keine Löcher oder gefährliche Stellen für Vögel
Einige Worte zum Thema zahmer oder zutraulicher Vogel. Wer wünscht sich nicht, dass ein Vogel einem aus der Hand frisst oder sogar einem auf der Schulter oder Hand sitzt? Dies kann man alles mit viel Geduld erreichen. Nie sollte jedoch ein junges Küken aus dem Nest genommen werden und von Hand aufgezogen werden, nur damit er später einmal Handzahm ist! Dies ist nicht artgerecht und solche Vögel sollten auch nicht gekauft werden. Auch stimmt die Aussage nicht, dass Vögel nur in Einzelhaltung oder in kleinen Käfigen zutraulich werden. In unserer Aussenvoliere erleben wir immer wieder, dass die Vögel ganz von sich aus auf unsere Hände kommen, um Futter daraus zu fressen, obwohl wir sie nie irgendwie zähmen wollten. Es braucht nur etwas Ruhe und Geduld vom Menschen und das Vertrauen der Vögel, die das bei guter Haltung schnell zu ihrem "Futterknecht" aufbauen.